Dr. Jan Holger Holtschmit
-stellvertretender Vorsitzender DKThR-
Saarlouiser Straße 6 d
66679 Losheim am See
Tel.: 06872-994200
Handy: 0175-2444115
Homepage des Kuratoriums: www.dthr.de
Therapeutisches Reiten im Saarland
Das therapeutische Reiten ist mehr als die bloße sportliche Freizeitgestaltung mit dem Pferd. Es untergliedert sich in vier Teilbereiche:
· Hippotherapie (Krankengymnastische Heilbehandlung auf dem Pferd)
· Therapeutisches Reiten und Voltigieren (ganzheitliche und individuelle Förderung des Individuums über das Pferd)
· Reiten als Sport für behinderte Menschen
· Ergotherapie
Diese Aspekte werden von unterschiedlichen Ausbildern angeboten. Weiter unten finden Sie eine Tabelle, die darstellt, wer im Saarland wo welche Art des therapeutischen Reitens anbietet.
Setzen Sie sich direkt mit ihrem Ansprechpartner in Verbindung.
Was Wer Wo Wann Telefon Email Weitere Infos Schwerpunkte
Hippotherapie Anne Mourer Reit- und Fahrverein Differten Mittwoch u Freitag Nachmittag,Samstag Vormittag 06834/6090244 Fax: 06834/6090245 anne@mourer.de www.reitverein-differten.de
Hippotherapie Gudrun König-Brocker Reitanlage Steiner,Kirkel-Altstadt Mittwoch und Freitag Nachmittag 0177/8375122 Fax:06821/1799124 gs.koenig@arcor.de www.gudrunkoenig.de Kinder ab 5 Jahre mit ICP
Hippotherapie Anke Federspil Therap. Reitanlage der Lebenshilfe Spiesen Montag u Mittwoch Nachmittag 06821-730170 anke.federspiel@gmx.de
Therap. Reiten/Voltigieren Heike Savelkouls-Diener Reiterbund Saarbrücken Donnerstag Nachmittag 0681-897654 anheimato@t-online.de
Therap. Reiten/Voltigieren Iris Kunkel Altheim Mehrmals wöchentlich 06844/991787Fax:06844/991788 iris.kunkel@t-online.de
Reiten als Sport für behinderte Menschen Wolfgang Saiger Therap. Reitanlage der Lebenshilfe Spiesen Mo- Fr 06821/730170 wolfgang.saiger@gmx.de
Reiten als Sport für Menschen mit Behinderung Dorothee Taffner Therap. Reitanlage der Lebenshilfe Spiesen Mo - Fr 06821/730170 dorothee.taffner@web.de
Weitere Informationen Dr. Jan Holger Holtschmit Stellv. Vorsitzender des Deutschen Kuratoriums für Therap. Reiten 0175/2444115 Holtschmit@t-online.de www.Holtschmit.dewww.dkthr.de
Therap. Reiten/Voltigieren Maike Krumm Ponsheimer Hof, Eschringen Täglich außer Sa und So 06893/70211Fax:06893/70213 maike@reittherapie-krumm.de www.reittherapie-krumm.de
Therap. Reiten/Voltigieren Andrea Eis Deileisterhof 66482 Zweibrücken-Ernstweiler Mo – Fr nachmittags 06332/566433 Eis.andrea@t-online.de www.erlebnishof-saarpfalz.de
Therap. Reiten /Voltigieren Anne Kieffer Weiselberger Hof 1, 66629 Oberkirchen Mo - Fr 06855/921915 Kieffer-anne@web.de Zur Zeit noch in Ausbildung, ab Herbst 2009
Therap. Reiten/Voltigieren Ilka Hauck Reit- und Fahrverein Differten Mo - Fr 06834/528790173/9585877 i.hauck@hpz.marienhaus-gmbh.de
Hippotherapie Franziska Strohfeldt-Scheidhauer RSG Berghof/VfthR Berghof Einöd Mi 14 –1 7Do 8-10.30Sa 8–11 06841/680960179/2127826Fax: 06841/175040
28.01.09/Sav
Wenn Sie mehr über das therapeutische Reiten erfahren wollen, klicken Sie folgende Homepages an:
www.dkthr.de oder www.sgtr.eu
Für viele Menschen mit einer körperlichen oder geistigen Behinderung oder einer Sinnesschädigung stellt das Reiten, Fahren oder Voltigieren ein sportliches Lern- und Übungsfeld dar, das sie gemeinsam mit nicht behinderten Menschen nutzen können.
Im Rahmen des Breitensports wird die Sportausübung gemeinsam mit dem Pferd zum Hobby und stellt eine Möglichkeit dar, soziale Kontakte zu knüpfen und der häufig behinderungsbedingten Bewegungseinschränkung entgegen zu wirken.
Im Leistungsbereich messen behinderte Menschen ihr Können in speziell an Ihren Wettkampfklassen (Grade) ausgerichteten Prüfungen, z.B. bei den Paralympics, oder in Prüfungen gemeinsam mit nicht behinderten Reitern und Fahrern.
Der Pferdesport ist durch die Entwicklung spezieller Hilfsmittel und besonders ausgebildeter Pferde auch für schwerstbehinderte Menschen möglich. Behinderte Sportler benötigen für die Teilnahme am Reit- Voltigier- oder Fahrsport einen Sportgesundheitspass.
Trainiert werden Menschen mit Behinderungen im Pferdesport von Trainern mit einer Zusatzqualifikation im Bereich Reiten als Sport für Menschen mit Behinderungen. Die ärztliche Betreuung erfolgt in der im Behindertensport üblichen Weise in Zusammenarbeit mit dem Hausarzt.
"Sport stärkt Arme, Rumpf und Beine, kürzt die öde Zeit, und er schützt uns durch Vereine vor der
Einsamkeit." (Joachim Ringelnatz)
Für Menschen mit Behinderungen stellt das Therapeutische Reiten eine ideale Breiten- und Leistungssportart dar, die auch zusammen mit Nichtbehinderten ausgeübt werden kann. Besondere Hilfsmittel (wie z. B. speziell umgebaute Sättel) machen den Reitsport auch Menschen mit schweren und geistigen Behinderungen sowie Blinden zugänglich.
Die ReiterInnen mit Handicap sind in vier Wettkampfklassen (so genannte „Grades“ von I bis IV) eingeteilt. Die Zuordnung in die Grades richtet sich nach der Schwere der Behinderung und stellt somit einen fairen Wettbewerb sicher. In Grade I treten die ReiterInnen mit den schwersten Behinderungen und in Grade IV mit den geringsten Behinderungen an. Bei den FahrerInnen erfolgt ebenfalls eine Einstufung nach Grades.
Das Deutsche Kuratorium für Therapeutisches Reiten (DKThR) unterstützt ReiterInnen und FahrerInnen mit Behinderung in Ausbildung und Training sowie bei der Organisation von Wettkämpfen bzw. der Finanzierung der Teilnahme.
Sollten Sie, oder eine Ihnen bekannte Person, Interesse an der Ausübung des Pferdesports mit Handicap haben, würden wir uns über einen Kontakt sehr freuen. Für Fragen stehen wir gerne zur Verfügung.
Weitere Infos: www.dkthr.de
Copyright: DKThR
Der Begriff der Hippotherapie leitet sich von den griechischen Wörtern „Pferd“ (hippos) und „Behandlung“ (therapeia) ab.
Die Hippotherapie ist eine physiotherapeutische Einzelbehandlung auf neurophysiologischer Grundlage mit und auf dem Pferd. Sie stellt eine wertvolle Ergänzung neurophysiologischer/krankengymnastischer Behandlungen dar.
Ein Physiotherapeut mit einer Zusatzausbildung in der Hippotherapie führt die krankengymnastische Behandlung auf dem Pferd durch. Während der Behandlung wird das Pferd von einem ausgebildeten Pferdeführer auf Anweisung der Hippotherapeutin am Langzügel geführt.
Die Therapie findet in der Gangart Schritt statt, da sich in dieser Bewegungsform die neurophysiologisch wirksamen Elemente voll entfalten können, deren Basis die verwandten Bewegungsmuster von Mensch und Pferd sind. Über den Pferderücken werden dreidimensionale Schwingungen auf den Patienten übertragen. Die dabei entstehenden Impulse ermöglichen ein gezieltes Training der Haltungs- Gleichgewichts- und Stützreaktionen sowie eine Regulierung des Muskeltonus.
Besonders geeignet ist die Behandlung mit Hilfe des Pferdes bei Schädigungen oder Funktionsstörungen des Zentralnervensystems und des Stütz- und Bewegungsapparates. Durch die Hippotherapie können vor allem neurologische Krankheitsbilder wie z.B. Spastik und Multiple Sklerose günstig beeinflusst werden. Die Hippotherapie wird grundsätzlich ärztlich verordnet und von einer Physiotherapeutin mit Zusatzausbildung in der Hippotherapie im Rahmen einer Einzelbehandlung durchgeführt. Ärzte und
Physiotherapeuten arbeiten eng zusammen, dokumentieren und überwachen die Behandlungsfortschritte.
Weitere Infos: www.dkthr.de
Copyright: DKThR
Die oberste Zielsetzung in der Ergotherapie ist es, Menschen jeden Alters, die in ihrer Handlungsfähigkeit
eingeschränkt oder davon bedroht sind in den Bereichen Selbstversorgung, Produktivität und Freizeit in ihrer persönlichen Umwelt zu unterstützen. Der Mensch soll in seinem Alltag handlungsfähig werden, am
gesellschaftlichen Leben teilhaben können und seine Lebensqualität soll verbessert werden.
Unter dem Begriff "Ergotherapeutische Behandlung mit dem Pferd" werden Behandlungen auf der Grundlage des sensomotorisch-perzeptiven, motorisch-funktionellen und psychisch-funktionellen Ansatzes unter Einbezug des Mediums Pferd verstanden. Dabei soll der Einsatz des Pferdes die Zielsetzung der ergotherapeutischen Behandlung durch den Bewegungsdialog, das Beziehungsangebot und den unmittelbaren Erfahrungsraum unterstützen und andere Behandlungsmethoden ergänzen.
Die Maßnahmen richten sich an unterschiedliche Zielgruppen, die z.B. durch neurophysiologische,
wahrnehmungsorientierte oder psychomotorische Behandlungskonzepte in ihrer Entwicklung unterstützt werden.
Die Behandlung wird von einer ausgebildeten Ergotherapeutin mit einer Zusatzqualifikation in der
Ergotherapeutischen Behandlung mit dem Pferd durchgeführt und vom Arzt verordnet. Die Therapiemaßnahme wird in der Regel als Einzelbehandlung, bei Kindern auch in Kleingruppen, durchgeführt. Je nach Zielgruppe und Behandlungsansatz wird eine Assistentin unter Anleitung der Ergotherapeutin eingesetzt.
Weitere Infos: www.dkthr.de
Copyright: DKThR
Es handelt sich bei der Heilpädagogischen Förderung mit dem Pferd um pädagogische, psychologische, psychotherapeutische, rehabilitative und soziointegrative Angebote mit Hilfe des Pferdes bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit verschiedenen Behinderungen oder Störungen. Bekannt sind hier insbesondere das heilpädagogische Voltigieren und Reiten.
Dabei steht nicht die reit- oder voltigiersportliche Ausbildung, sondern die individuelle und ressourcenorientierte Förderung über das Medium Pferd im Vordergrund. Eine günstige Beeinflussung der Persönlichkeitsentwicklung gehört insbesondere in den Bereichen Motorik, Wahrnehmung, Lernen, Befindlichkeit und Verhalten zu den Zielsetzungen.
Das Bewegtwerden auf dem Pferderücken und die Gestaltung der Beziehung zum Therapiepferd und zum Pädagogen unterstützen den Klienten in der Auseinandersetzung mit seinen individuellen Schwierigkeiten. Kinder, Jugendliche und Erwachsene können aufgrund positiver Erfahrungen ihr Selbstwertgefühl stärken und eine angemessene Selbsteinschätzung erlernen.
Die Konzentrations- und Lernfähigkeit sowie der angemessene Umgang mit Emotionen (z.B. Wut, Ärger, Trauer, Freude) stehen häufig im Vordergrund der Zusammenarbeit. Positive Lernerfahrungen im Bereich des sozialen Verhaltens werden nicht nur durch das Pferd und den Pädagogen, sondern auch durch die anderen Gruppenmitglieder ermöglicht.
Die heilpädagogische Förderung mit dem Pferd wird von pädagogischen oder psychologischen/ psychotherapeutischen Fachkräften mit einer Weiterbildung zum Voltigier- und/oder Reitpädagogen durchgeführt. Häufig werden heilpädagogische Maßnahmen in Reitvereinen, Heimeinrichtungen, Schulen, freien Praxen oder in stationären Behandlungsmaßnahmen (z.B. Kinder- und Jugendpsychotherapie) angeboten.
Die Entwicklungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass die psychotherapeutische Arbeit mit dem Pferd zunehmend nachgefragt wird. Derzeit wird der Aufbau eines eigenständigen Bereiches „Psychotherapeutische Arbeit mit dem Pferd“ im DKThR entwickelt.
Weitere Infos: www.dkthr.de
Copyright: DKThR
"Horses for Body, Mind and Soul" heißt der 13. Internationale Kongress für Therapeutisches Reiten, der vom 12. bis 15. August 2009 in Münster stattfindet. Mehr als tausend Fachleute aus über 40 Nationen werden zu diesem Anlass in der Messe und Congress Centrum Halle Münsterland erwartet, um ihr Wissen rund um das Therapeutische Reiten auszutauschen und zu erweitern. Der erste Weltkongress zum Therapeutischen Reiten fand 1974 in Paris statt, seitdem treffen sich die Wissenschaftler, Mediziner und
Therapeuten alle drei Jahre zu Vorträgen, Workshops und Diskussionen.
Nach 1982 in Hamburg ist Deutschland 2009 zum zweiten Mal Gastgeber dieses Internationalen Kongresses. Das Deutsche Kuratorium für Therapeutisches Reiten (DKThR) mit seinen über 3000 Mitgliedern spielt vor allem in der Ausbildung der Therapeuten eine führende Rolle. Vor diesem Hintergrund gibt es weltweit ein großes Interesse am deutschen Ausbildungssystem. So freute sich
das DKThR ganz besonders, dass Deutschland nach den Kongressen in Ungarn (2003) und Brasilien (2006) den Zuschlag für die nächste internationale Veranstaltung erhielt. Zum ersten Mal sind auch Patienten, Eltern und junge Leute, die sich für den Beruf des Therapeuten interessieren, zur Veranstaltung eingeladen.
Renommierte Professoren wie Prof. Dr. med. Ingeborg Krägeloh-Mann, Prof. Dr. Ulrike Nowak-Göttl, Prof. Dr. Martin Schmidt, Dr. Martin Häusler und Prof. Dr. Gerd Hölter übernehmen die wissenschaftliche Leitung des Kongresses in der Messe und Congress Centrum Halle Münsterland.
Weitere Infos: www.dkthr.de
Copyright: DKThR