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Landesverbands-Jagd und LV-Kutschenrallye

Einfach phantastisch:

Landesverbands-Jagd und LV-Kutschenrallye beim RFV Bliesen

Am 3.10.17 wurden bei herrlichem Wetter gleich zwei Landesverbandsveranstaltungen beim Reit- und Fahrverein Bliesen miteinander ausgetragen.

Nachdem im letzten Jahr wegen dem schlimmen Brand der Reithalle die traditionsreiche Jagd ausfallen musste, waren in diesem Jahr wieder viele Reiter der Einladung gefolgt und trugen sich gerne an diesem Feiertag ins Jagdbuch ein. Die Kutschenrallye auf den gleichen Termin zu legen erwies sich für den 1. Vorsitzenden und Jagdherren Christoph Feidt als Volltreffer.

Die 10 teilnehmenden Gespanne der Kutschenrallye waren genau die Anzahl, die sich der neue Ressortleiter Fahren im Breitensportausschuss Eric Schmidt zum Ziel gesetzt hatte. Sie bildeten einen schönen Rahmen beim Aufbruch zur Jagd hinter der Rheinlandmeute und zu den Klängen der Jagdhornbläser Diana Alstal-Blies. Die Kutschen hatten eine eigene Steckenführung, die sehr gut von Bernd Schnur ausgesucht und beschildert durch die schöne Landschaft rund um Bliesen führte. Den Schaumberg im Blick und nach einem kleinen Zwischenstopp in luftiger Höhe ging es weiter bis zur großen Pause, bei der sich das Jagdfeld und die Gespannfahrer wieder trafen. Auch hier erklangen die traditionellen Jagdhörner. Ross und Reiter konnten sich ausgiebig stärken und es blieb genügend Zeit miteinander zu klönen und zu fachsimpeln. Wo man hinsah: strahlende Gesichter – die äußeren Bedingungen waren fast perfekt, obwohl es noch in der Nacht ausgiebig geregnet hatte. Der Wettergott meinte es sehr gut mit den Jagdreitern und Fahrern.

Schleppenleger Hans Jung machte sich dann erneut mit kleinem Vorsprung auf den Weg. Seiner Fährte folgten die Hunde der Rheinlandmeute unter der Leitung von Huntsman Ralf Siegel mit lautem Geläut sehr sicher – und ausdauernd. Eine besonders hervorzuhebende Leistung, denn dies war für sie die 3 Jagd innerhalb der letzten vier Tage. Viele Zuschauer folgten der Streckenführung und bewunderten die Jagdfelder, die, angeführt vom Master Albrecht Koch, in flottem Galopp sicher über die Schleppen mit den Jagdhindernissen sprangen. Im zweiten Feld, in dem nicht gesprungen werden musste, galoppierte Clarissa Schwarz voran und brachte alle Teilnehmer gesund und munter bis ins Ziel.

Auch vom Kutschbock aus konnte man einmal die Hundemeute in Aktion bewundern. Uta Rosenau, die als Vorsitzende des Ausschusses Breitensport die Grußworte des Präsidiums überbracht hatte, durfte als Beifahrerin von Eberhard Betz, die gesamte Fahrt vom erhöhten Logenplatz aus genießen. In einer seltenen Einhornanspannung zogen drei der Betz’schen schweren Warmblüter diese imposante Kutsche. Unterstützung für den versierten Leinenführer gab es von zwei seiner Töchter und vom Helfer Peter – ein super eingespieltes Team. Großvater Betz genoss mit seinen 81 Jahren vielleicht als ältester Teilnehmer diese tolle Fahrt ebenfalls in vollen Zügen.

Auf dem Fahrplatz in Bliesen brannte schon das große Feuer, als die Meute und die Jagdreiter sich zum großen Halali versammelten. Die Hunde bekamen ihr wohlverdientes Curée, während die Reiter sich über die Jagdknöpfe der Rheinlandmeute und des Pferdesportverbandes freuten, die zusammen mit dem Eichenbruch und dem „Weidmanns‘ Heil“ - Segen vom Jagdherren Christoph Feidt und dem Master Albrecht Koch überreicht wurden.

Stallplaketten und goldene Schleifen gab es für die teilnehmenden Gespanne. Allen voran gefahren war das saarländische Fahrer-Urgestein Walter Meiers aus Wahlen, der mit seiner Frau Christiane und vielen anderen nach der Versorgung der Pferde noch gemeinsam in der gerade erst wieder erbauten Reiterstube saß und sich das leckere Essen schmecken ließ. An den mit viel Liebe dekorierten Tischen konnten die Teilnehmer über die Disziplingrenzen hinweg noch lange von den guten alten Zeiten erzählen.

(geschrieben von Anne Funk)